Rund 450 Gäste warfen einen „Blick in die Werkstatt“

Rund 450 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Ideen der Planer (Foto: Dittmer)

Ein breites Spektrum an Ideen für das Neuenheimer Feld: Das boten die vier internationalen Entwurfsteams den Besucherinnen und Besuchern der ersten öffentlichen Veranstaltung zur Atelierphase des Masterplanverfahrens. Im Hörsaalzentrum Chemie INF 252 stellten die vier Planungsbüros am Mittwoch, 17. Oktober 2018, ihre ersten Überlegungen für das Gebiet Im Neuenheimer Feld/Neckarbogen vor. Die Veranstaltung war sehr gut besucht: Rund 450 Gäste nutzten die Gelegenheit, einen „Blick in die Werkstatt“ zu werfen, den Planerinnen und Planern über die Schulter zu sehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Zum Auftakt präsentierten die Büros in Kurzvorträgen ihre ersten Ideen für die Zukunft des Neuenheimer Feldes. Jedes Team hatte zwei Varianten im Gepäck: Die Vorschläge reichten von kompakten und vernetzten Campuslösungen über klimaneutrales Bauen bis hin zu Freiraumideen für den Neckarbogen und erste Ansätze für die Zuwegung und den Verkehr innerhalb des Campus. Im Anschluss an die Vorträge konnten die Gäste im Foyer mit den Planerinnen und Planern ins Gespräch kommen und ihre Gedanken zu den Ideenskizzen äußern. Mehrere hundert Eingaben kamen auf diese Weise zusammen.

Die Reaktionen der Gäste werden nun gesammelt, dokumentiert und ohne Gewichtung an die Büros zurückgegeben. Diese haben dann die Möglichkeit, die Rückmeldungen in ihre Überlegungen einzubeziehen. Die Büros bearbeiten ihre Ansätze weiter. Die Diskussion über eine erste Auswahl ist für die zweite Stufe des Planungsateliers vorgesehen.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Es ist eine Neuheit, dass man Planern über die Schulter schauen kann, während sie noch mitten in der Arbeitsphase sind. Der Abend war daher für alle Seiten bereichernd. Die Fachleute haben noch einmal sehr viele Anregungen für ihre Entwürfe bekommen. Und die Bürgerinnen und Bürger haben interessante Einblicke in einen komplexen Arbeitsprozess erhalten. Ich möchte mich auch bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanken, dass sie die nötige Offenheit mitgebracht haben und dass keine Idee in der Luft zerrissen wurde.“

Planungsatelier – die nächsten Schritte

Der nächste Schritt im Planungsatelier ist die öffentliche Sitzung des Forums am 5. November 2018. Dessen Anregungen und Vorschläge werden ebenfalls an die Planungsbüros ohne Gewichtung weitergegeben. Es folgt dann die zweite Arbeitsphase für die Planungsbüros, in der sie die Rückmeldungen auswerten und ihre Ideen weiter konkretisieren. Die zweite Stufe im Planungsatelier ist im ersten Quartal 2019 vorgesehen. Das Planungsatelier ist dreistufig angelegt. Zu allen drei Stufen gibt es jeweils eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung, mit öffentlichen Veranstaltungen und öffentlichen Sitzungen des Forums. Zur dritten Stufe ist zudem eine Online-Beteiligung vorgesehen. Am Ende wird der Gemeinderat über die Art und Zahl der Entwicklungsperspektiven entscheiden, die in der darauffolgenden Konsolidierungsphase von den Büros zu Masterplanentwürfen weiterentwickelt werden.

 

Präsentationen der Planungsteams

ASTOC GmbH & Co. KG

C.F. Moller Danmark A/S

Ferdinand Heide Architekt BDA

Kerstin Höger Architekten GmbH

 

Dokumentation "Blick in die Werkstatt" am 17. Oktober 2018

Video-Beitrag von MRN-News zur Veranstaltung